Prof. Patrick Pütz: Raumlabor

Im Raumlabor wird im Raum und mit Raum experimentiert, präsentiert, diskutiert, gearbeitet und gelacht. Mit allen Sinnen erlebt man hier Projekte und Experimente und das immer real. Denn für uns gibt es nur eine Realität und diese wird durch analoge und digitale Arbeiten, Prozesse oder Werkzeuge gestaltet.

Die Arbeit „MINDFUCK“ von Lukas Jaeschke, Danielle Seiter, Kaya Chenoa Strizek und Anika Warncke ist ein abstraktes virtuelles multisensorisches Erlebnis, das mit Raum, Farbe und Emotion spielt und dem Nutzer zugleich ein Labyrinth von Erwartung und Wahrnehmung bietet.

Farbe nimmt in unserem Alltag einen hohen Stellenwert ein – sie beeinflusst aktiv sowie passiv die meisten unserer Entscheidungen. Wir gehen bei grün und stoppen bei rot. Beim Spazieren gehen in saftig grüne Wälder fühlen wir uns erfrischt und tanken Energie. Beim Tiefenentspannen am Wasser wirkt die Vielfalt von Blautönen auf uns.
Es wurde häufig bewiesen, dass Farben Emotionen beeinflussen. Wut, Glück, Trauer und ebenso das Gefühl der Ruhe werden durch Farben repräsentiert bzw. ausgelöst und durch kontrastierende auditive Sinneseindrücke kontrastiert und erzeugt den abstrakten Mindfuck, den der Nutzer bei Eintritt des Erlebnisses erfährt. Da Farbe jedoch auch einen sentimentalen individuellen Wert für jeden Menschen besitzt wird bei dem abstrakten multisensorischen Sinneserlebnis für jeden eine einzigartige Reise herauskommen.

Prof. Patrick Pütz ist seit 2016 an der Fakultät Gestaltung der HAWK am Kompetenzfeld Innenarchitektur verantwortlich für den Bereich Temporäre Räume und Markenarchitektur. In seinen Kursen bewegen sich die Studierenden stets zwischen mehreren Disziplinen, um diese neu zu verknüpfen und so noch unbekanntes Terrain zu entdecken und zu erkunden.

Er arbeitete zuvor selbstständig mit seinen Büro COR5 in Köln, leitete als Kreativ Direktor die Architektur und Designabteilung von Walbert-Schmitz in Aachen und ist seit 2006 Mitglied der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.